Grünhagen: Brandenburg
Einsparung von Düngemitteln, optimierter Bewässerungsplan, Sortenwahl und Saatgutkarten
Über Uns
Hans-Heinrich Grünhagen, ursprünglich aus Niedersachsen, wagte 1991 den Schritt in die "Brandenburgische Sandbüchse" nahe Wittstock. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen übernahm er einen heruntergewirtschafteten ehemaligen LPG-Betrieb in Wernikow. Was als 250-Hektar-Ackerbaubetrieb begann, hat sich inzwischen zu einem vielfältigen Unternehmen mit knapp 2.000 Hektar und 18 Mitarbeiter:innen entwickelt, in dem auch sein Sohn Jan-Steffen Grünhagen, 29, staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt, eine wichtige Rolle spielt.
Innovation und Nachhaltigkeit
Seit über drei Jahren arbeitet die Familie Grünhagen im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts NAPA (Nature Positive Agriculture) mit Syngenta zusammen. Und haben bereits mehrere Projekte gemeinsam durchgeführt. Das Thema Boden ist für Hans-Heinrich und Jan-Steffen Grünhagen sehr wichtig und sie waren von Anfang an von Interrascan begeistert. „Dass sich Syngenta jetzt mit dem Thema Boden beschäftigt, konnte ich am Anfang gar nicht glauben“, sagt Hans-Heinrich. „Aber es ist eines der besten Projekte, die wir bisher gemacht haben.“ Die Genauigkeit im Vergleich zur zonalen Beprobung ist für die beiden ein klarer Anreiz, ihre Flächen mit Interrascan zu scannen.
Revolution in der Bodenkunde
"InterraScan ist für mich eine der größten Innovationen im Bereich Boden, die ich derzeit in der Landwirtschaft sehe", erklärt Jan-Steffen Grünhagen. Ein wichtiger Aspekt für die Grünhagens ist die optimale Versorgung der Pflanzen durch eine detaillierte, standortangepasste Düngung und auch die Möglichkeit, durch eine effizientere Ausbringung Geld zu sparen. „Wir wollen alles technisch Mögliche tun, um unsere Felder optimal zu versorgen. Dass wir dabei auch noch Geld sparen können, ist ein guter Bonus." Hans-Heinrich und Jan-Steffen rechnen damit, dass sich die Kosten für die Bodenproben in ein bis spätestens zwei Jahren amortisiert haben.
Schnell und flexibel
Die Handhabung des Scanners wurde im Betrieb Grünhagen bereits an mehreren Fahrzeugen getestet. Mittlerweile ist der Scanner in die Arbeitsabläufe des Betriebes integriert. „Das Strohstriegeln ist ein Standardvorgang auf unserem Betrieb, der jedes Jahr durchgeführt werden muss und da wir hier ähnliche Arbeitsgeschwindigkeiten von 20 km/h haben, war es uns wichtig, das zu testen. So sparen wir uns eine Überfahrt und können auch das GPS des Traktors für die Aufzeichnung nutzen“.
Von der Karte zum Streuer
Die Darstellung der Ergebnisse ist für Hans-Heinrich und Jan-Steffen sehr gut. Auf der Plattform kann man sich die einzelnen Ebenen anzeigen lassen und mehrere Ebenen übereinanderlegen, um sie miteinander zu vergleichen oder nebeneinander zu stellen. Die Anwendungslandkarten werden von den beiden auf der Grundlage mehrerer Faktoren erstellt. Die Karten konnten bereits erstellt und für Ihre Maschinen exportiert werden. Die ersten lesbaren Karten wurden bereits in der Praxis getestet.
Ausblick
„Für uns ist klar, dass InterraScan ein fester Bestandteil unserer Betriebsplanung wird“, sagen Hans-Heinrich und Jan-Steffen. Bisher wurden 600 ha mit dem InterraScan gescannt. Ziel des Betriebes ist es, den gesamten Betrieb zu scannen und die Düngung neu zu optimieren. Außerdem wird der Betrieb der erste in Deutschland sein, der InterraScan als Lohnunternehmer anbietet.
Hinz: Mecklenburg-Vorpommern
Besseres Bodenverständnis, Neustrukutierung der Flächen
Über uns
Christian Hinz (38), gelernter Landwirt mit Bachelor-Abschluss, leitet als Geschäftsführer das Gut Klein Bünzow in Mecklenburg-Vorpommern. Der Betrieb bewirtschaftet mit seinen 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 2.000 Hektar Ackerland. Dabei setzt man auf ein breites Anbauspektrum an Kulturen. Die Zuckerrübe nimmt mit etwa 20% Anteil in der Fruchtfolge einen besonderen Stellenwert ein, was der Nähe zur Zuckerfabrik in Anklam geschuldet ist. Christian Hinz hat als erster Landwirt in Deutschland 1.000 Hektar mit InterraScan scannen lassen.
Herausfordernde Bedingungen
Der Betrieb befindet sich in einer niederschlagsarmen Region Deutschlands mit 550 bis 600 mm Jahresniederschlag. Die Bewirtschaftung erfolgt auf sehr unterschiedlichen Böden, von denen die meisten sehr leicht sind. „Wir bewirtschaften hier sehr unterschiedliche Flächen. Im Durchschnitt kann man sagen, es sind etwa 30 Bodenpunkte. Wobei die Flächen von 10 bis 40 Punkten alles abdecken", erklärt Christian Hinz.
Warum wir auf InterraScan setzen
Die Vielfalt der Böden stellt den Betrieb vor besondere Herausforderungen. Bisher nutzte der Betrieb klassische Bodenbeprobungen. „Die Flächen in fünf Kategorien einzuteilen ist auf den ersten Blick eine gute Übersicht, dennoch ist es für mich wenig aussagekräftig", sagt Christian. „Und die Genauigkeit durch kleinteiligere Beprobung zu erhöhen, ist bei Betriebsgrößen wie unserer zu kostenintensiv."
Auf einigen seiner Problemflächen konnte der Betrieb mit herkömmlichen Bodenanalysen bisher keine Rückschlüsse ziehen, warum einige Stellen schlecht sind. Um diese Flächen besser zu verstehen und die Maßnahmen entsprechend anzupassen, sie aus der Bewirtschaftung auszugliedern oder gleich die Feldgrenzen neu zu ziehen, wollte der Betrieb InterraScan einsetzen.
Vorteile gegenüber herkömmlichen Methoden
„Wir schätzen den Informationsgehalt, den wir mit InterraScan bekommen. Die detaillierten Karten mit den Makro-, Mikronährstoffen oder anderen Bodenbestandteilen sind etwas, was ich bisher nicht gesehen habe", sagt Christian Hinz. Ebenso werden von dem Betrieb die Geschwindigkeit und Flexibilität des Scanverfahrens als großer Pluspunkt gegenüber anderen Bodenprobenservices gesehen.
Ausblick
Der Mehrwert für Gut Klein Bünzow besteht darin, die Flächen besser zu verstehen und effizienter zu bewirtschaften. Christian Hinz ist überzeugt: "Jeder Betrieb, ob groß oder klein, muss über seine Flächen Bescheid wissen. Ich denke, dass die Rolle solcher Technologien in Zukunft noch massiv zunehmen wird."
Van Damme: Niederlande
Optimierung Düngung basierend auf Bodenarten und Pflanzenschutz
Pieter van Damme, Landwirt auf der Insel Dordrecht im Westen der Niederlande, baut auf 10 Feldern Saatzwiebeln, Speisekartoffeln, Zuckerrüben, Weizen und seit kurzem auch Kapuzinerkresse an.
Der Hof liegt in einem Polder, einem 1920 aus dem Meer gewonnenen, tiefliegenden Land, welches von mehreren Bächen durchzogen ist. Dies führt zu einer stark variierenden Bodenzusammensetzung, mit unterschiedliche Tonanteilen, was in einigen Bereichen zu schweren und in anderen zu relativ leichten Böden führt.
Diese Bodenunterschiede haben einen großen Einfluss auf eine gleichmäßige Pflanzenentwicklung und Ernte, da tonhaltige Böden beispielsweise einen höheren Bedarf an Herbiziden haben als ihre leichteren Pendants.
“Auf den schwereren Böden benötigt man deutlich höhere Herbizidmengen als auf leichteren. An manchen Stellen [wo der Tonanteil 60 % beträgt] brauche ich fast die doppelte Dosis”
Variabler Herbizideinsatz je nach Bodenbeschaffenheit
Pieter setzt InterraScan ein, um diese Herausforderung zu meistern. Da er in eine Feldspritze mit Pulsweitenmodulation (PWM) investiert hat, benötigt er genaue Bodendaten, um zu bestimmen, wie viel Herbizid wo ausgebracht werden soll.
Die Feldspritze verbessert die Genauigkeit der Herbizidanwendung, indem er elektronisch die Durchflussraten durch verschiedene Düsen ändert, sodass die richtige Menge ausgebracht wird.
Der Bodenscan von INTERRA®Scan liefert die Daten, um sie präzise an den richtigen Stellen zu platzieren
Kartierung der Bodenarten
Mit der InterraScan-Plattform kann Pieter Vorlagen für Karten auf der Grundlage von Bodennährstoffen erstellen, einschließlich Makronährstoffen (P, K, Mg) und Mikronährstoffen sowie des Bodentyps. Für seinen Saatzwiebelanbau hat er speziell eine Karte basierend auf dem Bodentyp erstellt. Diese Karte zeigt die Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit auf seinem Feld.
Die digitalen Vorlagen werden dann mit den Felddaten kombiniert, um eine Karte mit verschiedenen Zonen und den gewünschten Aufwandmengen für das Herbizid zu erstellen. Diese Informationen überträgt er dann auf das Fahrzeug und die PWM-Spritze.
Das Ergebnis ist ein effizienterer Einsatz von Herbiziden auf dem Hof und eine Angleichung des Bodens für ein gleichmäßigeres Pflanzenwachstum.
Planung für die Zukunft
"Natürlich muss man im Voraus planen“, sagt Pieter. "Man muss wissen, was man im nächsten Jahr tun möchte." Diese langfristige Planung kann sich auszahlen. Pieter sieht einen potenziellen Kostenvorteil, wenn er den Betrieb in ein paar Jahren erneut scannt und auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse handelt. "Wenn man diese Möglichkeit nutzt, wird sich die Investition meiner Meinung nach schnell bezahlt machen."